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Schwertkampf

20.01.2020

Wer denkt, es werden kaum noch Filme produziert, ...

... in denen Schwertkämpfe auf Motorrädern ausgefochten werden, wird am Dienstag mal wieder eines Besseren belehrt. Motorradenthusiast Keanu Reeves lässt es auch in Kapitel 3 als "John Wick" in perfekt choreografierten Kämpfen wieder ordentlich krachen und Kapitel 2 wird nahtlos fortgesetzt.

Ein wichtiger Hinweis zum Rex-Termin: Am Mittwoch zeigen wir nicht, wie auf den Flyern und im gedruckten Programm angekündigt, "Das schönste Paar", da dieser Film beim Verleiher nicht zu bekommen war.

Stattdessen gibt es den Nachrücker und Klassiker "Die Blechtrommel" von 1979 zu sehen. Damit komplettieren wir im aktuellen Programm die Siegerliste der Goldenen Palme des Filmfestspiels von Cannes 1979. Nachdem wir schon "Apocalypse Now" gezeigt haben, könnt ihr euch am Mittwoch ein eigenes Bild machen, ob "Die Blechtrommel" selbige Qualität aufweist. Der erste deutsche Oscargewinnerfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman von Günter Grass. In China ist der Skandalfilm seit über dreißig Jahren verboten. Brausepulver nicht vergessen!

Apropos "in China verboten": Kommen wir zur gleichgeschlechtlichen Ehe. Am Donnerstag zeigen wir die Dokumentation "Taipeilove*" über die Schwulen- und Lesbenszene in Taiwan in Kooperation mit dem AStA der TU Darmstadt. Auch die Regisseurin Lucie Liu wird für eine anschließende Diskussionsrunde anwesend sein.

Zwanzig Zwanzig!

13.01.2020

Nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Neuen Jahr!

Vom Bond-Bösewicht zum Mann im besten Midlife-Crisis Alter, der sich nicht anders zu helfen weiß, als seine Freizeit in einem männlichen Synchronschwimmteam zu verbringen. Die Rollen eines Schauspielers können vielfältig sein, wie man im Fall von Mathieu Amalric sieht.
In der Online-Kritik von epd wird übrigens schon von einem neuen “cinematic universe” gesprochen, stellt “Ein Becken voller Männer” doch bereits die dritte Verfilmung (aber auch die beste) zum Thema “Männer im Wasser” dar.
Wir zeigen die spaßige Komödie in Kooperation mit dem ESOC und daher auf Französisch mit deutschen Untertiteln.

Im Film “Border” wird auch mal kurz geschwommen. Nach der gelungenen Überleitung stellt man fest, dass die beiden Filme sonst gar nichts verbindet. Den Film als “Fantasy Thriller” zu beschreiben, wäre zu kurz gegriffen, aber über den wahrlich fantastischen Plot von Autor John Ajvide Lindqvist (“So finster die Nacht”) darf man eigentlich auch nichts verraten. Kommt einfach vorbei und lasst euch überraschen. Mittwoch, Rex, 20:30 Uhr. Sprachfassung: Schwedisch mit deutschen Untertiteln.

Es” ist zurück! Am Donnerstag gibt es Horror vom Feinsten, denn wir zeigen euch die Neuverfilmung des gleichnamigen Romans von Stephen King. Genau wie in der Erstverfilmung von 1990 mit Tim Curry als böser Clown Pennywise wurde der Stoff in zwei Teile aufgeteilt. So spielt Teil 1 in der Kindheit und "Kapitel 2" im Erwachsenenalter der Protagonisten.
In unserem Double-Feature laufen beide Filme im englischen Original hintereinander. Aufgrund der Lauflänge beginnen wir bereits um 19 Uhr!

Es ist Dienstag...

24.12.2019

und im Unikino eures Vertrauens kommt kein Film, das kann nur einen Grund haben: Es Weihnachtet sehr ;)

Wir wünschen euch schöne Feiertage und nen guten Rutsch. Wir sehen uns dann im Januar wieder.


Als Entschädigung haben wir hier ein Bild der famosen "Christbaumkugel", die wir vor zwei Jahren von Zuschauern zu einem ganz besonderen Weihnachtsfilm bekommen haben ;)

Fremde Zungen

16.12.2019

Zu Weihnachten beschenken wir euch mit zwei absolut hochkarätigen Filmen in Originalsprache mit Untertiteln. 

Nach der letztwöchigen Dokumentation „Of Fathers and Sons” über Kinder im syrischen Kriegsgebiet haben wir erneut einen Film über junge Menschen im Programm, deren Kindheit, deren Träume durch Armut und Krieg gestohlen wurden.
In „Capernaum“ wird zwar eine fiktive Geschichte erzählt, jedoch zeigt sie ein realitätsnahes Abbild der Situation in Beirut (Libanon), hat Regisseurin Nadine Labaki doch vier Jahre lang in den dortigen Slums und Armenvierteln u.a. bei syrischen Flüchtlingsfamilien recherchiert. Ihre Darsteller sind fast ausnahmslos Laien, denen Ähnliches widerfahren ist, wie ihren Rollen im Film.
Gegen die herrschende Korruption und die sozialen wie wirtschaftlichen Probleme, wie sie auch im Film angeprangert werden, wird in Beirut dieser Tage teils gewaltsam demonstriert.
Capernaum“ wurde mit zahlreichen internationalen Filmpreisen wie bspw. dem Preis der Jury in Cannes 2018 ausgezeichnet. Auch finanziell war das Werk ein großer Erfolg und wurde zum erfolgreichsten arabischen Film und zum erfolgreichsten Film des Nahen Ostens.

Am Mittwoch präsentieren wir zum letzten Mal in diesem Jahrzehnt ein BlindDate. Wie gewohnt zeigen wir einen Arthouse Film vor offiziellem deutschen Bundesstart und lediglich die Sprachfassung wird vorab verraten: Nicht-Englisch mit Untertiteln.

Nach einem Wettbewerbsfilm des letzten Jahres („Capernaum“) zeigen wir euch auch gerne den Gewinnerfilm der Goldenen Palme aus diesem Jahr.
Parasite“ war der erste südkoreanische Film, dem es gelang, den Hauptpreis des Festivals in Cannes zu gewinnen. In Frankreich war er darüber hinaus der erfolgreichste südkoreanische Film aller Zeiten und wird als südkoreanischer Beitrag bei den kommenden Oscarverleihungen in der Kategorie Bester internationaler Film eingereicht.
Der überraschende Film von Bong Joon Ho („Snowpiercer“, „Okja“) erzählt auf einmalige Weise von sozialen Unterschieden in Südkorea.

Ein ganz schön ereignisreicher Tag gestern.

14.12.2019

 Nicht nur war am Abend das Audimax mit 700 Besucher*innen das erste Mal seit 2014 mal wieder ausverkauft, sondern am Vormittag waren wir bei der ESA zu Besuch.

Unsere Freund*innen vom ESOC Ciné-Club, mit denen wir jeden ersten Dienstag im Monat kooperieren, hatten uns eingeladen. Und da kommen wir natürlich gerne rum, auch weil wir ja den ein oder anderen Raumfahrtfilm im letzten Jahr im Programm hatten ;)

Vor allen aber, weil aktiv im Filmkreis sein nicht nur heißt, das man drei mal die Woche nen Film zeigt, sondern auch, dass man mit guten Leuten auch abseits von Film was erleben kann. Also wenn ihr Interesse habt, wir freuen uns immer wieder über neue Mitglieder.

Crispr, cruspr, cräuschen ...

09.12.2019

Lustig startet diese Filmwoche mit der Coming-of-Age-Komödie ...

... „Good Boys“ über drei zwölfjährige Freunde. Der Spaß wurde von Seth Rogen produziert (keine Sorge, er spielt nicht mit) und enthält Elemente eines Roadmovies.

Der Rest der Woche widmet sich der Realität in dokumentarischer Form. Im Programmkino Rex geht es am Mittwoch um 20:30 Uhr mit einer etwas anderen Coming-of-Age-Geschichte weiter. Der einzigartige Film „Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats“ erzählt vom Erwachsenwerden in Syrien als Teil einer radikal islamistischen Familie. Der deutsch-syrische Regisseur Talal Derki kehrte in sein Heimatland Syrien zurück und gewann unter Vortäuschung falscher Sympathien das Vertrauen einer fundamentalistischen Dschihadistenfamilie. Zwei Jahre lang begleitete er diese in ihrem vom Krieg gezeichneten Alltag. Den Vater filmte er an der Front, den Sohn Osama im Ausbildungscamp auf dem unausweichlichen Weg zum Gotteskrieger. Nominiert als Bester Dokumentarfilm bei den diesjährigen Oscars ging das Werk leider leer aus. Dafür gewann es zweimal den Deutschen Filmpreis für Besten Schnitt und Beste Dokumentation.

In Deutschland liegt der letzte Krieg zum Glück viele Jahre in der Vergangenheit. Doch noch heute lassen sich Spuren des Ersten Weltkrieges finden, wie die Entdeckung des deutschen Panzerkreuzers SMS Scharnhorst vergangene Woche vor den Falklandinseln zeigt. Vor ziemlich genau 105 Jahren wurde dieser versenkt. Am Donnerstag zeigen wir euch eine Dokumentation, die sich genau mit diesem großen Krieg („The Great War“), wie er in Großbritannien auch genannt wird, auseinandersetzt. Regisseur Peter Jackson hat für seine Dokumentation „They Shall Not Grow Old“ Videoaufnahmen des Imperial War Museums digital aufbereitet und nachträglich koloriert. Zusätzliche Soundeffekte sowie Interviews der BBC mit Soldaten dieser Zeit machen eine mehr als 100 Jahre zurückliegende Epoche erlebbar, wie man sie vorher noch nie gesehen hat.

Genug Historie. Am Freitag wird es bei unserem Sondertermin hochaktuell. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) zeigen wir euch die spannende Dokumentation „Human Nature“. Diese beschäftigt sich mit der neuartigen CRISPR/Cas-Methode, die es ermöglicht, Gene der DNS hinzuzufügen, zu entfernen oder zu verändern. Dadurch wird die Heilung diverser Krankheiten wie Krebs ermöglicht. Doch der Film beleuchtet auch mögliche Auswirkungen auf die Gesellschaft, die die Veränderung des Erbguts mit sich bringen kann. Nach dem Film stehen Experten für eine Diskussionsrunde bereit. Beachtet bitte die ungewöhnliche Startzeit um 18:30 Uhr!