News

Vorlesungsfreie Zeit

16.02.2020

Leider ist schon wieder die vorlesungsfreie Zeit gekommen, in der ihr uns nur noch an zwei Spielterminen pro Woche besuchen könnt.

Am Mittwoch begleiten wir Robert Pattinson, Juliette Binoche und Lars Eidinger in "High Life" auf einem Weltraum-Abenteuer im Programmkino Rex. In ihrem kammerspielartigen Film hinterfragt Regisseurin Claire Denis, was das Menschsein ausmacht.

Im Audimax lassen wir am Donnerstag die Musik sprechen. Der Film "Amazing Grace" dokumentiert die Aufzeichnung eines Kirchenkonzerts 1972 der Soulsängerin Aretha Franklin ("I Say a Little Prayer", "Respect"), bei dem das gleichnamige Live-Album aufgezeichnet wurde, das bis heute das meistverkaufte Gospel-Album ist. Regisseur Sydney Pollack ("Jenseits von Afrika", "Die Firma") konnte damals aufgrund von technischen Schwierigkeiten den Film nicht erstellen, was erst durch moderne Technik möglich wurde. Zeitlebens verhinderte Aretha Franklin die Aufführung des Films per Gerichtsentscheid. Erst nach ihrem Tod 2018 gab die Familie ihr Einverständnis.

Arthouse: USA & Japan

10.02.2020

Es beginnt die Woche des etwas anderen Films. Wir starten am Dienstag ...

... mit dem neuen Werk "The Dead Don't Die" von Filmemacher Jim Jarmusch, der Bill Murray, Adam Driver und Tilda Swinton gegen eine Horde Zombies antreten lässt, die eine amerikanische Kleinstadt überfallen.

Am Mittwoch präsentieren wir mit "Antiporno" einen weiteren Film des japanischen Roman-Porno-Genres (zuletzt 2018 im Programm).

Jens Balzer beschreibt das Werk in seiner Zeit Online Filmkritik als "eine 70 Minuten kurze, sonderbar anarchische und zugleich formal streng durchstrukturierte Bildfantasie über den Zusammenhang zwischen Sex und Macht, Begehren und Verstellung, Authentizität und Entfremdung."

In japanischer Originalsprache geht es auch am Donnerstag im Audimax weiter. Regisseur Seiji Tanaka schrieb und produzierte sein Langfilmdebüt "Melancholic" neben seiner eigentlichen Arbeit in einem Start Up Unternehmen.

Dennoch wurde der Film ein solch großer Erfolg, dass er auf dem Tokio International Film Festival als bester Nachwuchsregisseur ausgezeichnet wurde. Aber nicht nur bei Kritikern in Japan kam der Film gut an, sondern auch beim deutschen Publikum der letztjährigen Nippon Connection, wo er den Nippon Visions Audience Award abräumen konnte.

Kindheit

02.02.2020

'"Gelobt sei Gott", sind sie alle schon verjährt!' So sprach Kardinal Barbarin … 

… von den Missbrauchsfällen, begangen von Priester Preynat in den 70er und 80er Jahren.  An vier bis fünf Kindern pro Wochenende soll sich der Geistliche im Pfadfinderlager vergangen haben. Barbarin, der die Vorfälle nur kirchenintern meldete, wurde zunächst verurteilt, vergangene Woche jedoch von einem Berufungsgericht freigesprochen. Vor drei Wochen begann auch das Verfahren gegen Priester Preynat.
Hochaktuell verfilmte Regisseur François Ozon ("Frantz") die Geschichte der Opfer. Dabei stellt er uns nach und nach seine drei Protagonisten vor, auf deren Leben der Missbrauch durch Preynat unterschiedlich starken Einfluss hatte. Alexandre fordert anfangs kirchenintern von Preynat das Bitten nach Vergebung. Später distanziert sich der Film dank der beiden anderen Protagonisten immer weiter von der katholischen Kirche.

Eine Klage von Preynat konnte den Film nicht verhindern und so gewann er völlig zurecht den Silbernen Bären (Großer Preis der Jury) der letztjährigen Berlinale. Regisseur Ozon kleidet die detailliert rekonstruierte Affäre in ästhetische Bilder.

Am Mittwoch geht es zurück in die 90er und in die im Vergleich eher unbeschwerte Kindheit von fünf Jungs in Los Angeles. Passend zur Zeit wird das Bild von einem 4:3-Format gerahmt.

Jonah Hill erzählt in seinem Regiebedüt nostalgisch vom Erwachsenwerden in den "Mid90s" und dem Traum, Profi-Skater zu werden.

Auch der Donnerstagsfilm widmet sich einem großen Teil unserer aller Kindheit: der Schule. Der Dokumentarfilm "Alphabet" von 2013 befasst sich mit unterschiedlichen Bildungssystemen auf der Welt und hinterfragt kritisch, ob der Bildungsweg zu einem glücklichen Erwachsenendasein führt. Wir zeigen den Film in Kooperation mit der HG Nachhaltigkeit.

Im Anschluss wird eine Expertenrunde für eine Diskussion zur Verfügung stehen.

Filmkreis shorts

28.01.2020

Die sechte Ausgabe der Filmkreis shorts erwartet euch am Donnerstag.

Wir präsentieren euch wie gewohnt ein bunt durchmischtes Programm von ca. 2 Stunden Länge mit aller Art von Kurzfilmen.
Für alle Filmkonsumenten unter euch bietet sich die Möglichkeit zu entscheiden, welcher Kurzfilm den hart umkämpften Publikumspreis bekommt!

  • Crocodile
  • The Bribe
  • Fuse
  • Matilde's First Day
  • The Pornographer
  • Mindfoolness
  • Screw the boys
  • Löwin
  • Aquarium
  • Pizza
  • The cleaning service

Während dem Zählen eurer Stimmen zeigen wir euch dann als 12. Film noch den "Vorfilm" als "Nachfilm" dabei handelt es sich zum den Film Borderline. Infos zu den Sprachfassungen hier.

Filme jener Woche

27.01.2020

Am Dienstag zeigen wir den nächsten Film aus unserer "30 Jahre Mauerfall"-Reihe.

Nach dem relativ neuen Film "Das schweigende Klassenzimmer" wird diese Woche eine DDR Produktion der DEFA von 1967 gezeigt. In vier Episoden erzählt der sozialistisch linientreue Film "Geschichten jener Nacht" vom Bau der Mauer 1961.

Am Mittwoch gibt es wie an jedem letzten Mittwochsspieltermin des Monats unser BlindDate, die Art-House Sneak vor offiziellem deutschen Bundesstart. Die Sprachfassung wird Englisch mit Untertiteln sein.

Schwertkampf

20.01.2020

Wer denkt, es werden kaum noch Filme produziert, ...

... in denen Schwertkämpfe auf Motorrädern ausgefochten werden, wird am Dienstag mal wieder eines Besseren belehrt. Motorradenthusiast Keanu Reeves lässt es auch in Kapitel 3 als "John Wick" in perfekt choreografierten Kämpfen wieder ordentlich krachen und Kapitel 2 wird nahtlos fortgesetzt.

Ein wichtiger Hinweis zum Rex-Termin: Am Mittwoch zeigen wir nicht, wie auf den Flyern und im gedruckten Programm angekündigt, "Das schönste Paar", da dieser Film beim Verleiher nicht zu bekommen war.

Stattdessen gibt es den Nachrücker und Klassiker "Die Blechtrommel" von 1979 zu sehen. Damit komplettieren wir im aktuellen Programm die Siegerliste der Goldenen Palme des Filmfestspiels von Cannes 1979. Nachdem wir schon "Apocalypse Now" gezeigt haben, könnt ihr euch am Mittwoch ein eigenes Bild machen, ob "Die Blechtrommel" selbige Qualität aufweist. Der erste deutsche Oscargewinnerfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman von Günter Grass. In China ist der Skandalfilm seit über dreißig Jahren verboten. Brausepulver nicht vergessen!

Apropos "in China verboten": Kommen wir zur gleichgeschlechtlichen Ehe. Am Donnerstag zeigen wir die Dokumentation "Taipeilove*" über die Schwulen- und Lesbenszene in Taiwan in Kooperation mit dem AStA der TU Darmstadt. Auch die Regisseurin Lucie Liu wird für eine anschließende Diskussionsrunde anwesend sein.